Marktpostionierung Waage
KEPLER Dynamic Asset Allocation

Marktpositionierung

KEPLER Dynamic Asset Allocation im aktuellen Marktumfeld

Monatlich bespricht sich unser Invstmentkomitee über die Positionierung und Gewichtung der einzelnen Assetklassen - die KEPLER Dynamic Asset Allocation (KDAA).

Diese Entscheidung zur Gewichtung der einzelnen Anlageklassen basiert auf drei Säulen:

Die Makroökonomie

 

Der volkswitschaftliche Bereiche (Inflation, BIP, Arbeitslosenzahlen, etc.)

Die Bewertungskennzahlen

 

Die Finanzanalyse vieler Indikatoroen zu den jeweiligen Anlageklassen.

Die Behavioral Finance

 

Das marktpsychologische Stimmungsbild an den Finanzmärkten.

Aktuelle Positionierungen

per 30.04.2021

Geldmarkt

übergewichtet

ANLEIHEN GLOBAL

untergewichtet

Staatsanleihen/besicherte Anleihen

untergewichtet

Unternehmensanleihen High Grade

neutral

Unternehmensanleihen High Yield

neutral

Anleihen Emerging Markets

neutral

AKTIEN GLOBAL

neutral

Aktien Industriestaaten

neutral

Aktien Emerging Markets

neutral

ALTERNATIVE INVESTMENTS

keine Positionierung

Legende: 5 Stufen: stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet.

Assetklassen aktuell

Anleihen - untergewichtet

Geldmarkt

Die Renditen von Euro-Staatsanleihen sind zuletzt etwas angestiegen, bleiben aber mit -0,20 % für deutsche 10-jährige Staatspapiere noch immer unter der Nulllinie. Die Erwartungen, dass die Pandemie zumindest in den entwickelten Ländern bald zu Ende gehen könnte, lässt auch Staatsanleihen einen kleinen Schritt weg aus dem Krisenmodus – und damit zu weniger negativen Renditen – machen.

Dass die Renditen dabei nicht stärker gestiegen sind, liegt auch an den Zentralbanken. Vor allem die EZB signalisiert, dass die erste Leitzinserhöhung noch sehr weit in der Zukunft liegen dürfte.

Wir behalten die Untergewichtung des Segmentes Staatsanleihen zugunsten von Cash bei. Innerhalb der Staatsanleihen besteht aber eine Übergewichtung bei inflationsgeschützten Anleihen, die trotz der erfreulichen Entwicklung der letzten Monate unverändert bleibt. 

Unternehmens- und Emerging Markets Anleihen bleiben neutral

Innerhalb des Anleiheblocks sind Spread-Produkte neutral gewichtet. Die Renditeaufschläge von Unternehmens- und Emerging-Markets-Anleihen sind zuletzt weiter zurückgegangen. Vor allem Schwellenländeranleihen konnten im April nach dem enttäuschenden 1. Quartal zulegen. Die Kursverluste am Jahresanfang resultierten aber fast ausschließlich aus dem Anstieg der USD-Basisrenditen. Die Renditeaufschläge befinden sich nun leicht unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Für Unternehmensanleihen im Non-Investmentgrade-Bereich gilt dies schon etwas länger.

Dennoch sind wir von einer Untergewichtung weit entfernt. Das positive Momentum für „risky assets“ hilft diesen Kategorien ebenso wie unsere Einschätzung auf der Makroseite. Sowohl Unternehmen als auch Emerging-Markets-Staaten fällt es derzeit leicht, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Viele machen davon Gebrauch und sichern sich teilweise auch den Kapitalbedarf der nächsten Quartale vorab. Zuletzt wurden die erwarteten Ausfallsraten für den Bereich High-Yield nach unten revidiert.

Container

Aktiengewichtung - neutral

Aktienmarkt Industreistaaten

Auch im April wurden die ohnehin hohen Gewinnerwartungen im Durchschnitt übertroffen. Bewertungsseitig bleibt das Bild aber dennoch angespannt, einzelne Kennzahlen haben sich sogar weiter verteuert. So liegt das Kurs/Umsatz-Verhältnis global gesehen auf Rekordniveaus (sie Grafik). Auch im Bereich Mergers & Acquisitions und IPOs zeigen sich Überhitzungserscheinungen.

Umgekehrt sprächen der fundamentale Ausblick, die meisten Momentum-Indikatoren und die Breite der letzten Aufwärtsbewegung über viele Sektoren hinweg sogar für eine Übergewichtung des Aktienanteils. Gemeinsam mit der weiter neutralen Einschätzung aus dem Bereich der Verhaltensökonomie ergibt sich in Summe eine Beibehaltung der neutralen Positionierung.

Im Blickpunkt

Long Covid an den Kapitalmärkten?

Bei der Beschäftigung mit medizinischen Aspekten der Krankheit konzentrierte sich zunächst die Aufmerksamkeit auf die unmittelbaren Symptome und die erforderlichen Schritte zur Genesung möglichst vieler Erkrankter. Erst später entdeckte man an einigen der bereits Genesenen Langzeitfolgen. Hier unsere Überlegungen zu den möglichen langfristigen Auswirkungen der Covid- Pandemie und deren Maßnahmen auf die Kapitalmärkte: 

 

Inflationsseitig spricht manches dafür, dass wir die tiefsten Werte hinter uns haben. Das Tempo der Globalisierung könnte abnehmen, weil Firmen den Vorteil kurzer und auch redundanter Lieferketten stärker schätzen gelernt haben. Außerdem dürfte der Staatseinfluss steigen und der globale Wettbewerb weniger werden – und das hat in der Vergangenheit meist zu höheren Inflationszahlen geführt.

 

Wir glauben aber umgekehrt dennoch, dass der Druck in Richtung steigender Renditen überschätzt wird. Zum einen dürften die Inflationswerte zwar ansteigen, wir erwarten dabei aber eher eine Normalisierung nach den ungewöhnlich tiefen Werten der letzten acht Jahre als ein Überschießen im Stil der 1970er-Jahre. Und zweitens ist die aktuelle „Finanzrepression“ genau das Wunschszenario der allermeisten Staaten. Durch moderate Inflation und Renditen, die unter dem nominellen Wachstum liegen, kann es gelingen, den in der Krise weiter angehäuften Schuldenberg wieder zu verkleinern.

Aktienseitig sind Bewertungskennzahlen für kurze Zeiträume kein guter Indikator für die zukünftige Performance – aber langfristig sehr wohl. Folgt man dieser Argumentation, bedeutet dies für Anleihen und Aktien über die nächsten 10 bis 15 Jahre unterdurchschnittliche Wertentwicklungen im historischen Vergleich.

 

Was sollten Anleger in so einem Umfeld beachten?

  • Überprüfen des Anlagehorizonts und der Risikobereitschaft.
  • Wenn finanzieller Spielraum vorhanden ist, dann mit höheren regelmäßigen Ansparungen gegensteuern.
  • Auch wenn es auf den ersten Blick nicht intuitiv erscheinen mag: für die Verteilung zwischen den einzelnen Kategorien (Aktien, Anleihen, Alternatives) lässt sich wenig ableiten, weil alle Assetklassen weniger abliefern könnten. Aus der Not heraus die Risiken nennenswert zu erhöhen, hat sich schon oft als schlechter Rat erwiesen.
  • Mit ruhiger Hand investieren. Produkte mit dem Anspruch, Verluste zu begrenzen, haben schon in der Vergangenheit enttäuscht.   Dies könnte im beschriebenen Umfeld noch stärker der Fall sein.
  • Investiert bleiben. Wann eine Korrektur passiert und ob diese überhaupt kommt, ist kaum zu prognostizieren. Langfristig wird man für das Investiert sein – präziser gesagt für das Investiert bleiben – belohnt.

KEPLER Börsenminute

In der KEPLER Börsenminute fassen die Spezialisten von KEPLER im Zuge der Dynamischen Asset Allocation die aktuellen Geschehnisse an den Märkten zusammen - kurz, prägnant und auf den Punkt.

Börsenminute
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Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung, die von der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. (KEPLER-FONDS KAG), 4020 Linz, Österreich erstellt wurde. Sie wurde nicht in Einklang mit Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Marketingmitteilung stellt weder eine Anlageberatung, eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf noch ein Angebot oder eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Veranlagungen dar. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen. Die KEPLER-FONDS KAG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich. Gleiches gilt für den Inhalt von anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Da jede Anlageentscheidung einer individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers bedarf, ersetzt diese Information nicht die persönliche Beratung und Risikoaufklärung durch den Kundenberater im Rahmen eines Beratungsgesprächs. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Die beschränkte Steuerpflicht in Österreich betreffend Steuerausländer impliziert keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat. Die Wertentwicklung von Fonds wird entsprechend der OeKB-Methode, basierend auf den veröffentlichten Fondspreisen, ermittelt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Zusammensetzung des Fondsvermögens in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ändern kann. Im Rahmen der Anlagestrategie von Investmentfonds kann überwiegend in Investmentfonds, Bankeinlagen und Derivate investiert oder die Nachbildung eines Index angestrebt werden. Fonds können erhöhte Wertschwankungen (Volatilität) aufweisen. In durch die FMA bewilligten Fondsbestimmungen können Emittenten angegeben sein, die zu mehr als 35 % im Fondsvermögen gewichtet sein können. Marktbedingte geringe oder sogar negative Renditen von Geldmarktinstrumenten bzw. Anleihen können den Nettoinventarwert von Investmentfonds negativ beeinflussen bzw. nicht ausreichend sein, um die laufenden Kosten zu decken.
Die Gegenüberstellung des Portfolios zu einem Vergleichsindex (z.B. Performance, Branchengewichtungen...) dient bei jenen Portfolios, die nicht in Bezug zu einer Benchmark gemanagt werden, rein zu Reportingzwecken. Der Vergleichsindex schränkt das Management in solchen Fällen bei seiner Anlageentscheidung nicht ein (aktives Management).
Der aktuelle Prospekt (für OGAW) sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen - Kundeninformationsdokument (KID) sind in deutscher Sprache bei der KEPLER-FONDS KAG, Europaplatz 1a, 4020 Linz, den Vertriebsstellen sowie unter www.kepler.at kostenlos erhältlich.
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