Marktpostionierung Waage
KEPLER Dynamic Asset Allocation

Marktpositionierung

KEPLER Dynamic Asset Allocation im aktuellen Marktumfeld

Monatlich bespricht sich unser Invstmentkomitee über die Positionierung und Gewichtung der einzelnen Assetklassen - die KEPLER Dynamic Asset Allocation (KDAA).

Diese Entscheidung zur Gewichtung der einzelnen Anlageklassen basiert auf drei Säulen:

Die Makroökonomie

 

Der volkswitschaftliche Bereiche (Inflation, BIP, Arbeitslosenzahlen, etc.)

Die Bewertungskennzahlen

 

Die Finanzanalyse vieler Indikatoroen zu den jeweiligen Anlageklassen.

Die Behavioral Finance

 

Das marktpsychologische Stimmungsbild an den Finanzmärkten.

Aktuelle Positionierungen

per 30.09.2021

Geldmarkt

nicht gewichtet

ANLEIHEN GLOBAL

untergewichtet

Staatsanleihen/besicherte Anleihen

untergewichtet

Unternehmensanleihen High Grade

neutral

Unternehmensanleihen High Yield

neutral

Anleihen Emerging Markets

neutral

AKTIEN GLOBAL

neutral

Aktien Industriestaaten

neutral

Aktien Emerging Markets

neutral

ALTERNATIVE INVESTMENTS

übergewichtet

Wandelanleihen

neutral

Legende: 5 Stufen: stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet.

Assetklassen aktuell

Anleihen - untergewichtet

Geldmarkt

Im Segment der Staatsanleihen waren im September Renditeanstiege zu verzeichnen. Die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen ist von etwa -0,4 % auf -0,2 % angestiegen. 30-jährige Papiere aus Deutschland rentieren nun bei +0,28%. In Österreich konnten im September 10-jährige Staatsanleihen sogar ein positives Renditeniveau erreichen. Auch die Renditen 10-jähriger US-Pendants war von einem Anstieg geprägt und liegen per Ende September wieder bei etwa +1,5 %.

Ausgangspunkt dieser Kursrückgänge waren unter anderem die Äußerungen der US-Notenbank FED hinsichtlich ihres kurz- und mittelfristigen Vorgehens. Kurzfristig werden wohl die Anleihekäufe und damit die massive geldpolitische Unterstützung in den USA zurückgefahren. Erste Leitzinserhöhungen werden aber erst gegen Ende 2022 erwartet.

Die taktische Untergewichtung bei Staatsanleihen wirkte sich im vergangenen Monat positiv auf die Performance in den Mischfonds aus. Die Untergewichtung wird beibehalten. 

Unternehmens- und Emerging Markets Anleihen bleiben neutral

Auch Spread-Produkte zeigten steigende Renditen und dadurch Kursrückgänge. Während Unternehmensanleihen sowohl mit guter als auch geringerer Bonität nur leicht negativ performten, gab es bei den Emerging-Markets-Anleihen aufgrund der höheren Zinssensitivität eine stärkere Bewegung.

Die Aufschläge von Emerging-Markets-Anleihen liegen damit aktuell etwa am
5-Jahres-Schnitt, jene von High-Yield- und High-Grade-Anleihen aber darunter.

Die aktuell geringen Ausfallsraten bei Unternehmensanleihen rechtfertigen weiter niedrige Kreditaufschläge. Die aktuelle Positionierung wird daher beibehalten.

Container

Aktiengewichtung - neutral

Aktienmarkt Industreistaaten

Die internationalen Aktienmärkte legten im September eine Verschnaufpause ein und verzeichneten Kursverluste. Auf globaler Ebene betrug der Kursrückgang in Euro etwa -2,2 %. Zwischen den Aktien der entwickelten Nationen und Emerging Markets gab es kaum Performanceunterschiede. Ein Ausreißer ist der Aktienmarkt in Japan, wo der Nikkei 225 Index im September mit einer positiven Entwicklung von über 6 % (in Euro) überzeugen konnte.

Die Marktteilnehmer nehmen aktuell eine abwartende Haltung aufgrund verschiedener Unsicherheitsfaktoren ein. Zu diesen zählen die weitere Vorgehensweise der FED hinsichtlich Geldpolitik, die Abwicklung des angeschlagenen chinesischen Immobiliengiganten Evergrande sowie die Energieknappheit in China und deren mögliche Auswirkungen auf internationale Lieferketten und Inflation.

Obwohl diese Themen Potenzial für weitere Kursrücksetzer und erhöhte Volatilität in nächster Zeit haben, sehen wir den fortschreitenden wirtschaftlichen Aufschwung, das hohe Grundvertrauen in Aktien sowie überzeugende Unternehmenszahlen im Vordergrund.

Wir behalten daher die neutrale Aktiengewichtung bei.

Im Blickpunkt

Evergrande – Risiko für das globale Finanzsystem oder nicht?

Negative Schlagzeilen über den Immobiliengiganten Evergrande aus China standen im September an der Tagesordnung und versetzten die internationalen Märkte einerseits in Erstaunen und andererseits in Furcht.

Das Unternehmen Evergrande wurde 1996 gegründet und ist gemessen am Jahresumsatz (ca. 65 Mrd. Euro) das zweitgrößte Immobilienunternehmen in China. Der Hauptfokus liegt auf der Entwicklung und dem Verkauf von Wohnungen an Personen mit mittlerem und höherem Einkommen.

Zum Erstaunen vieler hat das Unternehmen in den letzten Jahren aggressive Expansion betrieben und Schulden von mehr als 300 Milliarden Dollar (ca. 260 Mrd. Euro) angehäuft. Jetzt ist das Unternehmen u.a. aufgrund neuer Regulierungsmaßnahmen in Geldnot geraten. Etwa 1,4 Millionen Häuser und Wohnungen, für die Evergrande umgerechnet rund 200 Milli-arden US-Dollar an Vorauszahlungen erhalten hat, sind noch nicht fertig gebaut.

Nun geht die Furcht hinsichtlich poten-zieller Auswirkungen einer Evergrande Pleite um - einerseits für die chinesische Wirtschaft und andererseits für die globalen Märkte.

Die amerikanische Investmentbank Gold-man Sachs ist der Frage hinsichtlich der möglichen Auswirkungen einer Ever-grande-Pleite auf die Stabilität des globalen Finanzsystems nachgegangen. Das Fazit in dieser Frage ist, dass das Risiko einer ernstzunehmenden An-steckung des Finanzsystems als gering eingestuft wird.

Ausschlaggebend für diese doch beruhigende Einschätzung seitens der US-Großbank sind folgende Argumente:

  • Das Engagement von Banken bei Evergrande ist in Relation zur Gesamtgröße der Kredite oder des Kapitals gering.
     
  • Das Bankensystem in China wird generell als wesentlich gesünder eingestuft als noch vor wenigen Jahren.

  • Im Gegensatz zur US-Subprime-Krise mit lockeren Kreditvergabestandards müssen chinesische Eigenheimkäufer eine Anzahlung von mindestens 30 % für den Kauf von Erstwohnungen und noch mehr für den Kauf von Zweitwohnungen leisten. Dies verringert das Risiko eines Teufelskreises, in dem ein Rückgang der Hauspreise zu Hypothekenausfällen und Zwangsver-steigerungen führt, die wiederum zu weiteren Rückgängen der Hauspreise führen.

Darüber hinaus dürfte China über ausreichende geldpolitische Möglichkeiten zur Stützung des Finanzsystems und zur Verminderung von potenziellen Domino-effekten verfügen.

Nichtsdestotrotz könnte eine Pleite des Unternehmens Chinas bislang sehr hohes Wirtschaftswachstum bremsen.

KEPLER Börsenminute

In der KEPLER Börsenminute fassen die Spezialisten von KEPLER im Zuge der Dynamischen Asset Allocation die aktuellen Geschehnisse an den Märkten zusammen - kurz, prägnant und auf den Punkt.

Börsenminute
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