Marktpostionierung Waage
KEPLER Dynamic Asset Allocation

Marktpositionierung

KEPLER Dynamic Asset Allocation im aktuellen Marktumfeld

Monatlich bespricht sich unser Invstmentkomitee über die Positionierung und Gewichtung der einzelnen Assetklassen - die KEPLER Dynamic Asset Allocation (KDAA).

Diese Entscheidung zur Gewichtung der einzelnen Anlageklassen basiert auf drei Säulen:

Die Makroökonomie

 

Der volkswitschaftliche Bereiche (Inflation, BIP, Arbeitslosenzahlen, etc.)

Die Bewertungskennzahlen

 

Die Finanzanalyse vieler Indikatoroen zu den jeweiligen Anlageklassen.

Die Behavioral Finance

 

Das marktpsychologische Stimmungsbild an den Finanzmärkten.

Aktuelle Positionierungen

per 30.06.2021

Geldmarkt

nicht gewichtet

ANLEIHEN GLOBAL

untergewichtet

Staatsanleihen/besicherte Anleihen

untergewichtet

Unternehmensanleihen High Grade

neutral

Unternehmensanleihen High Yield

neutral

Anleihen Emerging Markets

neutral

AKTIEN GLOBAL

neutral

Aktien Industriestaaten

neutral

Aktien Emerging Markets

neutral

ALTERNATIVE INVESTMENTS

übergewichtet

Wandelanleihen

übergewichtet

Legende: 5 Stufen: stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet.

Assetklassen aktuell

Anleihen - untergewichtet

Geldmarkt

Nur kurz dauerte die leichte Erholung des Marktsegments Staatsanleihen/besicherte Anleihen. Im Monatsvergleich ist eine Seitwärtsbewegung übrig geblieben. Seit Jahresanfang steht ein sattes Minus zu Buche. Gründe dafür waren die mit der besseren Konjunktur einhergehende Inflation bzw. steigende Inflationserwartungen. Zuletzt hat sich der steigende Zinstrend bei den länger laufenden Staatsanleihen etwas beruhigt. Die Marktteilnehmer gehen offenbar ebenso wie die Zentralbanken und wir davon aus, dass der aktuelle Inflationsschub vorübergehend ist. So pendelte die Rendite der deutschen 10-jährigen Staatsanleihen im 2. Quartal in einer vergleichsweise engen Bandbreite um ein Niveau von rund -0,20 %.

Die Aufwärtsbewegung der inflationsgeschützten Anleihen kam im Juni zum Stehen. Somit erwies sich aus heutiger Sicht die Reduktion dieses Marktsegments auf neutral als richtig. Mit einer realen Rendite von rund -1,65 % auf knapp 10 Jahre ist die Absicherung gegen steigende Inflation mit einer deutschen inflationsgeschützten Staatsanleihe weiter relativ kostspielig. Insgesamt bleibt dieses Marktsegment weiter untergewichtet.

Unternehmens- und Emerging Markets Anleihen bleiben neutral

Unternehmensanleihen und Anleihen aus den Emerging Markets haben sich heuer vergleichsweise gut entwickelt. Insbesondere Unternehmensanleihen unterhalb Investmentgrad („High Yield“ mit Ratings BB+ und darunter) profitierten von starker Nachfrage seitens der Investoren. Bonitätsstärkere Unternehmensanleihen („High Grade“ mit Ratings zwischen AAA und BBB-) erfuhren darüber hinaus Unterstützung durch das Kaufprogramm der EZB. Vor dem Hintergrund des offenen Zugangs zu Liquidität - was zu umfangreicher Refinanzierung und Verlängerung von Laufzeiten genutzt wird - und der allgemein guten Wirtschaftslage sollten unseres Erachtens die Ausfallsraten niedrig bleiben. Das Marktsegment der Unternehmensanleihen bekommt somit Unterstützung. Allerdings sind die Renditeaufschläge gegenüber Staatsanleihen, die Risikoprämien dieser Marktsegmente, nicht mehr als günstig einzustufen. Sie befinden sich unter den fünfjährigen Durchschnitten. Allerdings halten wir das positive Makro-Umfeld und die damit tendenziell tiefen Ausfallsraten für ausreichend, um Spread-Produkte unverändert neutral zu gewichten.

Container

Aktiengewichtung - neutral

Aktienmarkt Industreistaaten

Nur kurz dauerte die Irritation an den internationalen Aktienmärkten aufgrund der Neueinschätzung des geldpolitischen Kurses der US-Notenbank. Die Märkte schwenkten bald wieder in bekanntes Fahrwasser ein – nach oben. Gegen Monatsende wurden wieder neue Allzeithöchststände erreicht. Eine gesunde Entwicklung?

Unsere breit angelegte Analyse zeigt ein differenziertes Bild. Die Konjunktur sollte zumindest in den nächsten Monaten noch unterstützen. Bewertungsseitig schätzen wir die Lage unverändert angespannt ein, auch wenn sich die Niveaus von den absoluten Spitzen entfernt haben. Grund für Letzteres ist die sehr erfolgreiche Gewinnentwicklung, die im 1. Quartal deutlicher als erwartet positiv überrascht hat. Die Berichtssaison für das 2. Quartal steht unmittelbar vor der Tür. Wir erwarten wieder eine positive Entwicklung. Allerdings dürften die Überraschungen nach oben weniger deutlich ausfallen. Nicht zuletzt bewegt sich das Stimmungsbild der Behavioral-Finance-Analyse noch deutlicher als zuletzt im neutralen Bereich. Einzig die US-Privatinvestoren sehen die Zukunft möglicher Weise etwas zu rosig. Unsere Analyse bestätigt in Summe die neutrale Positionierung. Über unser Investment in Wandelanleihen bleiben wir etwas stärker im Aktienmarkt investiert.

Im Blickpunkt

Zentralbanken und Kapitalmärkte - Begrifflichkeiten und Zusammenhänge

Spätestens seit der Finanzkrise 2008 sind Zentralbanken mehr ins Licht einer breiteren Öffentlichkeit getreten. Wenn es darum geht, was diese tun und welche Aufgaben sie haben, fallen Begriffe wie Geldpolitik, Geldmenge, Leitzins, Kaufprogramme und Tapering.

Was verbirgt sich dahinter, welche Aufgaben haben Zentralbanken und wie ist ihr Einfluss auf die Märkte?

Zentralbanken haben das Monopol der Ausgabe des offiziellen Zahlungsmittels. Darüber hinaus sollen sie einerseits die Inflation unter Kontrolle halten und andererseits das Wirtschaftswachstum unterstützen. Alles was der Erfüllung dieser Aufgaben dient, ist Geldpolitik. Ein wesentliches Merkmal ist überdies, dass sie unabhängig von den jeweiligen Regierungen ihr Mandat ausüben können oder sollten.

Für die Geldpolitik stehen konventionelle und unkonventionelle Instrumente zur Verfügung. Konventionell ist beispiels-weise, dass die Zentralbank den Leitzinssatz anheben oder senken kann. Zu diesem Leitzinssatz können sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank Geld gegen Hinterlegung von Sicher-heiten ausleihen. Ziel ist es, durch Senkung des Leitzinssatzes das Ausleihen von Geld attraktiver zu machen und damit Investitionen von Unternehmen und Privatpersonen zu verbilligen und letztendlich das Wachstum zu fördern. 

Spätestens wenn der Leitzinssatz bei der Nulllinie angekommen ist oder wie im Fall der EZB sogar negativ ist, stößt die konventionelle Geldpolitik an ihre Grenzen – die unkonventionelle beginnt.

Die unkonventionelle Geldpolitik umfasst Sondermaßnahmen, um die wirksame Übertragung der geldpolitischen Entscheidungen auf das Finanzsystem, die Wirtschaft und die Preisentwicklung zu unterstützen. Der Ankauf von Staatsanleihen und anderer Anleihen ist nur eines von vielen zusätzlichen Instrumenten, derer sich die Zentral-banken seit der Finanzkrise verstärkt bedienen. Einen guten Überblick über den geldpolitischen Werkzeugkasten hat die Österreichische Notenbank erstellt:
https://www.oenb.at/Geldpolitik/Umsetzung-der-Geldpolitik/Unkonventionelle-Massnahmen.html

Für den Kapitalmarkt ist die Geldpolitik ein wesentlicher Einflussfaktor: Wenn diese so wie momentan sehr expansiv ausgerichtet ist, werden risikobehaftete Vermögenswerte wie Aktien tendenziell unterstützt. Ein restriktiverer Kurs wie zum Beispiel eine Einschränkung der Anleihenkäufe („Tapering“) oder eine Zinsanhebung kann die Aktienbörsen belasten.

Deswegen stellen die Analyse und die Einschätzung des geldpolitischen Kurses der Zentralbanken einen wichtigen Faktor zur Ausrichtung der Asset Allokation dar. 

KEPLER Börsenminute

In der KEPLER Börsenminute fassen die Spezialisten von KEPLER im Zuge der Dynamischen Asset Allocation die aktuellen Geschehnisse an den Märkten zusammen - kurz, prägnant und auf den Punkt.

Börsenminute
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