Marktpostionierung Waage
KEPLER Dynamic Asset Allocation

Marktpositionierung

KEPLER Dynamic Asset Allocation im aktuellen Marktumfeld

Monatlich bespricht sich unser Invstmentkomitee über die Positionierung und Gewichtung der einzelnen Assetklassen - die KEPLER Dynamic Asset Allocation (KDAA).

Diese Entscheidung zur Gewichtung der einzelnen Anlageklassen basiert auf drei Säulen:

Die Makroökonomie

 

Der volkswirtschaftliche Bereich (Inflation, BIP, Arbeitslosenzahlen, etc.)

Die Bewertungskennzahlen

 

Die Finanzanalyse vieler Indikatoren zu den jeweiligen Anlageklassen.

Die Behavioral Finance

 

Das marktpsychologische Stimmungsbild an den Finanzmärkten.

Aktuelle Positionierungen

per 31.12.2021

Geldmarkt

nicht gewichtet

ANLEIHEN GLOBAL

untergewichtet

Staatsanleihen/besicherte Anleihen

untergewichtet

Unternehmensanleihen High Grade

neutral

Unternehmensanleihen High Yield

neutral

Anleihen Emerging Markets

neutral

AKTIEN GLOBAL

neutral

Aktien Industriestaaten

neutral

Aktien Emerging Markets

neutral

ALTERNATIVE INVESTMENTS

übergewichtet

Wandelanleihen

neutral

Legende: 5 Stufen: stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet.

Assetklassen aktuell

Anleihen - untergewichtet

Geldmarkt

Der Dezember kehrte an den Anleihemärkten im Wesentlichen die Bewegungen von November um. Bei Euro-Staatsanleihen mussten die Gewinne des Vormonats fast wieder vollständig abgegeben werden.

Anleger dürften damit der Ankündigung der US-Notenbank vom Vormonat, die Phase der extrem lockeren Geldpolitik zu beenden, nun doch mehr Glauben schenken. Selbst nach Umsetzung der angekündigten Schritte wäre der Status als noch immer lockere Geldpolitik einzuordnen - von einer bremsenden Vorgangsweise sind wir noch sehr weit entfernt. Und bei der EZB dürften selbst die ersten kleinen Schritte in diese Richtung noch etwas länger dauern.

Die taktische Untergewichtung bei Staatsanleihen wirkte sich im vergangenen Monat durch den Zinsanstieg positiv auf die Performance in den Mischfonds aus. Die Untergewichtung bleibt aufrecht.

Innerhalb des Segments bleiben inflationsgeschützte Anleihen neutral gewichtet. Wir rechnen zwar mit einem deutlichen Rückgang der Ist-Inflation in den nächsten beiden Jahren, dies ist in den Inflationserwartungen – und nur diese sind relevant für die Bewertungen der Anleihen – aber unseres Erachtens vollständig eingepreist. 

Unternehmens- und Emerging Markets Anleihen bleiben neutral

Auch bei Spread-Produkten kam es zu einer Umkehrung der November-Bewegung und damit zu engeren Renditeaufschlägen und der Outperformance der betreffenden Anleihekategorien. Emerging-Markets-Anleihen in Euro und USD und High-Yield-Unternehmensanleihen konnten sogar eine positive absolute Wertentwicklung erzielen. Bei High-Grade-Anleihen glich die Spread-Bewegung immerhin den Effekt steigender Basisstaatsrenditen aus, die Beimischung war also zumindest relativ gesehen vorteilhaft.

Auch in diesen Bereichen bleibt die Positionierung unverändert und ist nach beiden Seiten hin gut abgesichert. Gegen eine Untergewichtung spricht die weiter hohe  Nachfrage angesichts der tiefen Renditen und des Veranlagungsnotstands der Investoren. Und gegen eine Übergewichtung sprechen die im historischen Vergleich eher teuren Bewertungen und der lange Zeitraum an Outperformance für sämtliche riskantere Vermögenskategorien in den letzten 13 Jahren.

Container

Aktiengewichtung - neutral

Aktienmarkt Industreistaaten

Nach einer kurzen Verunsicherung im November – bedingt durch die Virusvariante Omikron - ging es in den letzten Wochen des Jahres wieder so erfreulich weiter für Aktien, wie schon die längste Zeit davor.

Auch in der Interpretation der Ankündigung der US-amerikanischen Notenbank setzte sich die aktienfreundlichere Variante durch: Einige Zinsschritte in den nächsten beiden Jahren bremsen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen nicht, sondern sind umgekehrt ein Zeichen der Normalisierung und Beruhigung.

Bewertungsseitig hätte man erwarten können, dass sich nach dem starken Jahresfinish die Situation eher verschlechtern würde. Da die veröffentlichten Gewinne und die Gewinnerwartungen aber noch stärker angestiegen sind als die Kurse, kam es hier sogar zu einer Entspannung. Abgesehen von den noch immer sehr teuren US-Tech-Aktien sind globale Aktien je nach Bewertungsansatz sogar schon wieder im neutralen Bereich.

Innerhalb des Aktienteils bleiben Aktien aus Schwellenländern unverändert neutral gewichtet. Der Wachstums- und Gewinnausblick bleibt noch immer hinter den Industrieländern zurück und die strengere Regulierung in China und zuletzt Probleme im chinesischen Immobiliensektor haben die Schwellenländer belastet. Das Abgehen der US-Notenbank von ihrer extrem lockeren Geldpolitik hilft auch nicht gerade, auch wenn der Effekt deutlich geringer sein dürfte als früher. Von einer Übergewichtung nehmen wir daher derzeit noch Abstand, auch wenn sich die relative Bewertung weiter etwas verbessert hat.

Im Blickpunkt

Was Anleger über die "Eiszeit" bei Anleihen wissen sollten:

Seit drei Jahrzehnten kennen Anleiherenditen im Wesentlichen nur eine Richtung – jene nach unten. Für Anleger bedeutet dies, dass  ihre realisierte Wertentwicklung wegen der zusätzlichen Kursgewinne über der antizipierten lag. Was sollten Anleger angesichts dieser Ausgangslage, die auch als Anleihen-Eiszeit (tiefe Temperaturen, tiefe Renditen)  bezeichnet wird, berücksichtigen?

  • Es wird in Zukunft noch wichtiger sein, den Investmenthorizont im Auge zu behalten. Kursverluste durch Renditeanstiege werden durch höhere Performance in den Folgejahren ausgeglichen. Die Duration der Anleihe (bzw. des Fonds) ist der „Break-Even-Zeitpunkt“, an dem sich diese Effekte ausgleichen, bei längerer Behaltedauer profitiert man sogar vom anfänglich schmerzhaften Renditeanstieg. Aber wer vorher verkaufen muss, könnte dies genau zum falschen Zeitpunkt tun.
  • Die Wahrscheinlichkeit von negativen Jahreswertentwicklungen wie im Jahr 2021 bleibt hoch. Das kurzfristige Verlustpotenzial ist sogar etwas höher als in der Vergangenheit, weil zum einen die Laufzeiten der emittierten Anleihen im Schnitt länger sind als noch vor 10 oder 20 Jahren und weil das Ausgangs-niveau bei den Renditen nahe Null liegt. Als Überschlagsrechnung könnte dienen: Ein Anstieg um 1,50 % bedeutet bei einer Duration von circa 6,5 Jahren eine negative Wertentwicklung von fast 10 %.
  • Es gibt trotz der sehr tiefen Renditen dennoch keine Gründe, auf Staatsanleihen in Mischfonds zu verzichten. Im Falle eines kräftigen Renditeanstiegs würden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch alle anderen Vermögenskategorien, von Immobilien über Aktien zu Rohstoffen, Federn lassen, da die aktuellen Kurslevels in diesen Bereichen die tiefen Anleiherenditen bereits widerspiegeln.
  • Insbesondere stellen auch Anleihen in Fremdwährung keine taugliche Alternative dar, auch wenn diese als geringfügige Beimischung sinnvoll sein können. Erstens sind sehr tiefe Renditeniveaus ein globales Phänomen und zweitens hievt das Währungsrisiko solche Veranlagungen in eine gänzlich andere Risikokategorie.
  • Was bleibt also? Bezüglich der Asset Allokation ändert sich auch im aktuellen Umfeld nicht viel: Die Ertrag-erwartungen aller Kategorien liegen deutlich niedriger, als der Blick in den historischen Rückspiegel nahelegt. Aber für Anleger mit ausreichend langem Horizont (bei Mischfonds je nach Aktiengewicht 5, 7 oder 10 Jahre, bei kurzen Anleihefonds auch darunter) wird die Bereitschaft, Kapitalmarktrisiken ein-zugehen, belohnt werden. Das zeigt die Historie.  

KEPLER Börsenminute

In der KEPLER Börsenminute fassen die Spezialisten von KEPLER im Zuge der Dynamischen Asset Allocation die aktuellen Geschehnisse an den Märkten zusammen - kurz, prägnant und auf den Punkt.

Börsenminute
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Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung, die von der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. (KEPLER-FONDS KAG), 4020 Linz, Österreich erstellt wurde. Sie wurde nicht in Einklang mit Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Marketingmitteilung stellt weder eine Anlageberatung, eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf noch ein Angebot oder eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Veranlagungen dar. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen. Die KEPLER-FONDS KAG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich. Gleiches gilt für den Inhalt von anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Da jede Anlageentscheidung einer individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers bedarf, ersetzt diese Information nicht die persönliche Beratung und Risikoaufklärung durch den Kundenberater im Rahmen eines Beratungsgesprächs. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Die beschränkte Steuerpflicht in Österreich betreffend Steuerausländer impliziert keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat. Die Wertentwicklung von Fonds wird entsprechend der OeKB-Methode, basierend auf den veröffentlichten Fondspreisen, ermittelt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Zusammensetzung des Fondsvermögens in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ändern kann. Im Rahmen der Anlagestrategie von Investmentfonds kann überwiegend in Investmentfonds, Bankeinlagen und Derivate investiert oder die Nachbildung eines Index angestrebt werden. Fonds können erhöhte Wertschwankungen (Volatilität) aufweisen. In durch die FMA bewilligten Fondsbestimmungen können Emittenten angegeben sein, die zu mehr als 35 % im Fondsvermögen gewichtet sein können. Marktbedingte geringe oder sogar negative Renditen von Geldmarktinstrumenten bzw. Anleihen können den Nettoinventarwert von Investmentfonds negativ beeinflussen bzw. nicht ausreichend sein, um die laufenden Kosten zu decken.
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