Marktpostionierung Waage
KEPLER Dynamic Asset Allocation

Marktpositionierung

KEPLER Dynamic Asset Allocation im aktuellen Marktumfeld

Monatlich bespricht sich unser Invstmentkomitee über die Positionierung und Gewichtung der einzelnen Assetklassen - die KEPLER Dynamic Asset Allocation (KDAA).

Diese Entscheidung zur Gewichtung der einzelnen Anlageklassen basiert auf drei Säulen:

Die Makroökonomie

 

Der volkswirtschaftliche Bereich (Inflation, BIP, Arbeitslosenzahlen, etc.)

Die Bewertungskennzahlen

 

Die Finanzanalyse vieler Indikatoren zu den jeweiligen Anlageklassen.

Die Behavioral Finance

 

Das marktpsychologische Stimmungsbild an den Finanzmärkten.

Aktuelle Positionierungen

 

GELDMARKT

nicht gewichtet

ANLEIHEN

neutral
STAATSANLEIHEN/BESICHERTE ANLEIHEN untergewichtet
INFLATIONSGESCHÜTZTE ANLEIHEN neutral
UNTERNEHMENSANLEIHEN HIGH GRADE neutral
UNTERNEHMENSANLEIHEN HIGH YIELD neutral
ANLEIHEN EMERGING MARKETS übergewichtet
WANDELANLEIHEN neutral

AKTIEN

neutral

REGIONEN

 
USA neutral
EUROPA neutral
JAPAN neutral
EMERGING MARKETS neutral

STILE

 
VALUE übergewichtet
GROWTH untergewichtet
MINIMUM-VARIANZ stark untergewichtet
SMALL CAPS/EQUAL-WEIGHT übergewichtet

ALTERNATIVE INVESTMENTS

 
ROHSTOFFE nicht gewichtet

 

 

per 31.03.2026

Legende: 5 Stufen: stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet.

Ausnahmen: Rohstoffe - nicht gewichtet, übergewichtet oder stark übergewichtet

Edelmetalle

Eskalation in Nahost - Update, Stand 14. April 2026

Aktueller Status Quo an den Finanzmärkten:

Die Ereignisse im Nahen Osten bestimmen weiter die Kursentwicklungen an den Finanzmärkten. Was nach den Vorstellungen der Amerikaner nur ein paar Tage dauern sollte, hält nun schon einige Wochen an und ein schnelles Ende ist auch nach Ankündigung einer Waffenruhe nicht in Sicht. Die Gespräche zwischen den beiden Parteien werden nicht einfach werden. Die Finanzmärkte reagierten vorerst einmal erleichtert auf die vereinbarte Feuerpause. Aktien- und Rentenkurse stiegen deutlich und die Ölpreise sind zeitweise wieder unter die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel gefallen. Die Reaktionen der Börsen auf den Iran-Krieg waren auch bis vor der Waffenpause überraschend moderat. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar sind die globalen Aktienkurse (MSCI ACWI) auf Index-Basis um lediglich 1 % gefallen, während die Ölpreise um 60 % gestiegen sind. Ein länger andauernder Konflikt und ein Worst-Case-Szenario sind an den Märkten daher mit Sicherheit noch nicht eingepreist. US-Aktien zeigten sich in dieser Phase deutlich widerstandsfähiger im Vergleich zu den europäischen und asiatischen Aktienindizes. Der USD half dabei, da er in den letzten Wochen einer der meist gesuchten Hedges war.

Steigende Ölpreise erhöhten weltweit den Inflationsdruck. Das Ergebnis waren steigende Zinsen. Senkungen der Leitzinsen, die bis vor kurzen in den USA noch eingepreist waren, werden wir so schnell wohl nicht sehen. Sofern sich der Konflikt nicht in die Länge zieht, glauben wir auch nicht an umfangreiche Straffungen seitens der Geldpolitik in Europa. Bei Unternehmens- und Emerging Markets Anleihen kam es lediglich zu einer gemäßigten Ausweitung der Spreads. Die Märkte preisen zwar eine höhere Unsicherheit ein, glauben aber bislang nicht an eine tiefgreifende Verschlechterung der Fundamentaldaten.
 

Was könnte kommen - wie positionieren wir uns?

Die letzten turbulenten Tage an den Märkten haben wieder einmal gezeigt, dass sich einerseits Geopolitik nicht für taktische Handelsstrategien eignet und dass andererseits die stärksten Bewegungen an den Märkten gerade in Zeiten besonderer Unsicherheit passieren. An den Börsen ist es daher sinnvoll, über den aktuellen Tellerrand hinaus zu blicken und sich nicht vom kurzfristigen Marktrauschen beirren zu lassen. Seitens der Behavioral Finance hat sich die Stimmungslage verbessert und präsentiert sich aktuell ausgeglichen. Von einem ausgeprägten Pessimismus kann daher nicht gesprochen werden. Somit fehlt auch ein Kaufimpuls, wie er typischerweise in Phasen von Panik und Kapitulation entsteht. Wir beobachten die Entwicklungen genau und bleiben aktuell in den einzelnen Assetklassen unverändert positioniert.

 

Was wir jetzt für besonders wichtig erachten: Ruhe bewahren!

In der Vergangenheit hat sich schon mehrfach gezeigt, dass politische Entwicklungen an den Finanzmärkten oft nur von kurzfristiger Natur sind. Behalten Sie gerade jetzt eine langfristige Anlagestrategie bei. Kurzfristige Verkäufe in Phasen mit hohen Unwägbarkeiten schaden dem langfristigen Ertragsziel meist mehr, als sie nützen. Bleiben Sie daher besonnen und vertrauen Sie auf die langfristige Anlagestrategie mit breiter Streuung der Anlageklassen in den KEPLER-Mischportfolios.

 

EXKURS: Ölpreis

Momentan richten alle Marktteilnehmer den Blick auf den Treibstoff der Weltwirtschaft.

Auf die Finanzmärkte hat das „schwarze Gold“ einen beträchtlichen Einfluss. Wie in Krisenzeiten üblich, häufen sich die Anfragen bei Google & Co. nach Begriffen wie „Öl-Schock“, „Rezession“ oder „Börsencrash“. Doch wie sind die Zusammenhänge wirklich? Natürlich blieben die letzten Ölschocks nicht ohne Wirkung auf Weltwirtschaft und Finanzmärkte, doch so einheitlich wie man auf den ersten Blick vermuten könnte, waren die Reaktionen und Entwicklungen nicht. Weder gibt es eine klare Aussage, dass ein Öl-Schock zu einer Rezession (vor allem in den USA) führen muss, noch ist die Reaktion der Notenbanken vorhersehbar. Fakt ist in diesem Zusammenhang, dass die US-Notenbank noch Luft nach unten hat, während die EZB das Zinstief schon erreicht haben dürfte.

Lehren aus 2022: Die Krise 2022 ist noch nicht allzu lange her und deshalb gibt es naheliegende Lehren aus dieser Zeit: Die Notenbanken sind deutlich entschlossener, die Inflation zu bekämpfen und dennoch eine Rezession zu vermeiden. Es geht vor allem um Ansteckungseffekte, die aus den höheren Energiepreisen resultieren könnten. Insofern sind kostendämpfende Maßnahmen beispielsweise im Bereich von Lebensmitteln ein wichtiger Beitrag, um dieses Ziel zu erreichen. Hier ist vor allem die Politik gefordert, mit gezielten Maßnahmen Lenkungseffekte zu erzielen. Aber auch die Diversifikation im Energiebereich und technologische Innovationen, nicht zuletzt aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, tragen dazu bei, die Wirtschaft resilienter zu gestalten. 

Energie ist der Rohstoff der Zukunft: Gerade die Rechenleistung im Bereich der Künstlichen Intelligenz wird zu einem erhöhten Energiebedarf weltweit führen. Damit ist gleichzeitig der globale Kampf um diesen Rohstoff eröffnet. Dabei sind natürlich Regionen wie die USA, die ihren Energiebedarf praktisch zu 100 % selbst decken können, im Vorteil. All diese Dinge sind grundsätzlich gute Nachrichten, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Insgesamt dürften Produktivitätsgewinne auch dieses Mal langfristig inflationsdämpfende Wirkungen haben und die Börsen beflügeln, so schwarz der Himmel über dem Persischen Golf auch sein mag.

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KEPLER Börsenminute

In der KEPLER Börsenminute fassen die Spezialisten von KEPLER im Zuge der Dynamischen Asset Allocation die aktuellen Geschehnisse an den Märkten zusammen - kurz, prägnant und auf den Punkt.

Börsenminute

Risikohinweise und Haftungsausschluss:

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung, die von der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. (KEPLER-FONDS KAG), 4020 Linz, Österreich erstellt wurde. Sie wurde nicht in Einklang mit Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Marketingmitteilung stellt weder eine Anlageberatung, eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf noch ein Angebot oder eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Veranlagungen dar. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen. Die KEPLER-FONDS KAG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich. Gleiches gilt für den Inhalt von anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Da jede Anlageentscheidung einer individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers bedarf, ersetzt diese Information nicht die persönliche Beratung und Risikoaufklärung durch den Kundenberater im Rahmen eines Beratungsgesprächs. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Die beschränkte Steuerpflicht in Österreich betreffend Steuerausländer impliziert keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat. Die Wertentwicklung von Fonds wird entsprechend der OeKB-Methode, basierend auf den veröffentlichten Fondspreisen, ermittelt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Zusammensetzung des Fondsvermögens in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ändern kann. Im Rahmen der Anlagestrategie von Investmentfonds kann überwiegend in Investmentfonds, Bankeinlagen und Derivate investiert oder die Nachbildung eines Index angestrebt werden. Fonds können erhöhte Wertschwankungen (Volatilität) aufweisen. In durch die FMA bewilligten Fondsbestimmungen können Emittenten angegeben sein, die zu mehr als 35 % im Fondsvermögen gewichtet sein können. Marktbedingte geringe oder sogar negative Renditen von Geldmarktinstrumenten bzw. Anleihen können den Nettoinventarwert von Investmentfonds negativ beeinflussen bzw. nicht ausreichend sein, um die laufenden Kosten zu decken.

Anleger oder potentielle Anleger finden die Zusammenfassung ihrer Anlegerrechte und der Instrumente zur kollektiven Rechtsdurchsetzung auf Deutsch und Englisch unter https://www.kepler.at/de/startseite/beschwerden.html. Es wird darauf hingewiesen, dass die KEPLER-FONDS KAG den Vertrieb ihrer Fondsanteile im Ausland jederzeit beenden kann.

Die Gegenüberstellung des Portfolios zu einem Vergleichsindex (z.B. Performance, Branchengewichtungen...) dient bei jenen Portfolios, die nicht in Bezug zu einer Benchmark gemanagt werden, rein zu Reportingzwecken. Der Vergleichsindex schränkt das Management in solchen Fällen bei seiner Anlageentscheidung nicht ein (aktives Management).

Der aktuelle Prospekt (für OGAW) sowie das Basisinformationsblatt (BIB) sind in deutscher Sprache bei der KEPLER-FONDS KAG, Europaplatz 1a, 4020 Linz, den Vertriebsstellen sowie unter www.kepler.at. kostenlos erhältlich.

Ausführliche Risikohinweise und Haftungsausschluss unter www.kepler.at.

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