Marktpositionierung
Aktuelle Positionierungen
GELDMARKT |
nicht gewichtet |
ANLEIHEN |
neutral |
| STAATSANLEIHEN/BESICHERTE ANLEIHEN | untergewichtet |
| INFLATIONSGESCHÜTZTE ANLEIHEN | neutral |
| UNTERNEHMENSANLEIHEN HIGH GRADE | neutral |
| UNTERNEHMENSANLEIHEN HIGH YIELD | neutral |
| ANLEIHEN EMERGING MARKETS | übergewichtet |
| WANDELANLEIHEN | neutral |
AKTIEN |
neutral |
REGIONEN |
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| USA | neutral |
| EUROPA | neutral |
| JAPAN | neutral |
| EMERGING MARKETS | neutral |
STILE |
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| VALUE | übergewichtet |
| GROWTH | untergewichtet |
| MINIMUM-VARIANZ | stark untergewichtet |
| SMALL CAPS/EQUAL-WEIGHT | übergewichtet |
ALTERNATIVE INVESTMENTS |
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| ROHSTOFFE | nicht gewichtet |
per 20.05.2026 |
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Legende: 5 Stufen: stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet.
Ausnahmen: Rohstoffe - nicht gewichtet, übergewichtet oder stark übergewichtet
Aktienmärkte unbeeindruckt von Krisenherden
Markt Update (Stand 20. Mai 2026):
Lange Zeit hinkten Aktien aus den Emerging Markets den etablierten Märkten hinterher. Insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt hat für eine gewisse Verunsicherung der Investoren gesorgt. Doch seit geraumer Zeit ist eine massive Aufholjagd zu beobachten – seit Jahresbeginn liegen Emerging Markets in der Performance-Hitliste ganz oben und damit deutlich vor den USA oder Europa, aber auch vor Japan.
Dazu trägt auch eine höhere Stabilität bei, die sowohl von den Staatshaushalten als auch von einer Notenbankpolitik herrührt, die über weite Strecken als solide zu bezeichnen ist. Davon profitieren auch die Anleihen aus diesen Ländern: Deren Risikoaufschläge liegen auf historisch niedrigen Niveaus. Mit den neuen Tiefs haben sie – trotz längerer Laufzeiten – sogar eine noch bessere Performance hingelegt als Unternehmens-anleihen. Auch die Risikoaufschläge von High-Grade- und High-Yield-Anleihen liegen auf sehr engen Niveaus, wiesen aber zuletzt weniger Dynamik auf als jene aus den Emerging Markets.
Mit ein Grund für die steigenden Notierungen an den Emerging Markets könnte auch der größere Risikoappetit der Investoren sein, der sich zuletzt in einer deutlichen Outperformance der Growth-Werte zeigte. Abermals waren es die großen US-Tech-Werte, die den Aufschwung nach der kurzfristigen Korrektur zu Beginn des Iran-Kriegs anführten. Dies zog den gesamten US-Markt nach oben, der aufgrund dieser Entwicklung seit Jahresbeginn nun wieder vor seinem europäischen Pendant liegt.
Vor dem Hintergrund vergleichsweiser hoher Zinsen ist eine gewisse Vorsicht angebracht. Wir bleiben unserer Value-Übergewichtung treu, zumal speziell die gestiegenen Finanzierungskosten für Value sprechen. Durch einen guten Start im ersten Quartal liegen Value-Werte seit Jahresbeginn noch immer vor den Growth-Titeln.
Die nach wie vor hohen Ölpreise üben Druck auf die Inflation aus. Dieser Druck wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass die Industrie aus unterschiedlichen Gründen gut läuft. In Europa sind es vor allem Infrastruktur- und Rüstungsinvestitionen, die die Einkaufsmanagerindizes auf Expansionskurs geschickt haben. In den USA ist die Konjunktur allen Unkenrufen zum Trotz weiter robust. Damit treten die Notenbanken auf den Plan und möglicherweise bald auch auf die Bremse. Für die EZB erwarten die Marktteilnehmer mittlerweile drei Zinsanhebungen bis Jahresende. In den USA ist die Unsicherheit diesbezüglich größer, da es noch schwer fällt, die neue Führung der US-Notenbank unter Kevin Warsh einzuschätzen.
Fakt ist, dass sich die Anleihenmärkte in diesem Umfeld schwer tun. Insbesondere langfristige Anleihen in den USA und in Großbritannien stehen unter Druck. Renditen von 5 % und mehr werden unter Bewertungsgesichtspunkten auch zu einem nicht zu unterschätzenden Gegenspieler für die Aktienmärkte. Positiv hervortun konnten sich in diesem Umfeld inflationsgeschützte Anleihen, die ihrer Rolle als Allwetterprodukt und Stabilisator voll gerecht werden konnten.
Noch ist freilich das Momentum an den Aktienmärkten stark genug, um weiter investiert zu bleiben. Mit der Fokussierung auf Value-Werte nehmen wir gezielt Chancen bei Titeln wahr, die weniger Glamour ausstrahlen, durch ihre vernünftige Bewertung aber Potenzial haben. Die Aktienquote ist neutral (bis leicht übergewichtet in den Momentum-Strategien), auch Small Caps und Emerging Markets bleiben weiter an Bord.
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