Marktpositionierung
Aktuelle Positionierungen
GELDMARKT |
nicht gewichtet |
ANLEIHEN |
neutral |
| STAATSANLEIHEN/BESICHERTE ANLEIHEN | untergewichtet |
| INFLATIONSGESCHÜTZTE ANLEIHEN | neutral |
| UNTERNEHMENSANLEIHEN HIGH GRADE | neutral |
| UNTERNEHMENSANLEIHEN HIGH YIELD | neutral |
| ANLEIHEN EMERGING MARKETS | übergewichtet |
| WANDELANLEIHEN | neutral |
AKTIEN |
neutral |
REGIONEN |
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| USA | neutral |
| EUROPA | neutral |
| JAPAN | neutral |
| EMERGING MARKETS | neutral |
STILE |
|
| VALUE | übergewichtet |
| GROWTH | untergewichtet |
| MINIMUM-VARIANZ | stark untergewichtet |
| SMALL CAPS/EQUAL-WEIGHT | übergewichtet |
ALTERNATIVE INVESTMENTS |
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| ROHSTOFFE | nicht gewichtet |
| per 31.01.2026 | |
Legende: 5 Stufen: stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet.
Ausnahmen: Rohstoffe - nicht gewichtet, übergewichtet oder stark übergewichtet
Eskalation in Nahost - Update, Stand 13. März 2026, 13:15 Uhr
Aktueller Status Quo an den Finanzmärkten:
Der scharfe Anstieg des europäischen Gaspreises hat sich auf hohem Niveau eingependelt, während die Ölpreise weiter deutlich angestiegen sind – Brent bei rd. 100 USD/Barrell. Gold konnte seinem Ruf als sicherer Hafen in Krisenzeiten bisher nicht gerecht werden. Seit Ende Februar verlor Gold rund 2,6 %.
Aktien sind verhältnismäßig weniger stark von Kursrückgängen betroffen – Europa, Japan und die Emerging Markets mehr als USA. Wegen der USD-Aufwertung zum EUR liegen US-Indizes und der Weltmarkt seit Ende Februar im Plus. So sind globale Aktien in USD bis gestern 12.03.2026 seit Jahresbeginn nur 1 % im Minus, auf EUR-Basis sogar 1 % im Plus.
Staatsanleihenzinsen steigen deutlich zwischen rund 0,30 % (10 Jahre Deutschland bzw. USA) und 0,40 % (2-jährige Laufzeiten) aufgrund aufkeimender Inflationsbefürchtungen. Und deswegen gibt es auch Änderungen der Zinserwartungen bei EZB und Fed: Seitens EZB werden jetzt eineinhalb Zinserhöhungen zwischen ca. Juli und Dezember erwartet. Seitens Fed wird nur mehr knapp eine Zinssenkung 2026 erwartet – bis Ende Februar waren es zwei.
Spreadseitig sind bei Unternehmensanleihen nur leichte Ausweitungen zu verzeichnen (seit Ende Februar bei High Grade 0,07 %-Punkte, High Yield 0,24 %-Punkte). Die Risikoaufschläge für Anleihen aus Emerging Markets sind unverändert.
Diese Marktentwicklungen spiegeln sich auch in der Performance beispielhafter Fonds seit Ende Februar wider (Stichtag 12.03.2026, in Klammer YTD):
- KEPLER Euro Plus Rentenfonds: -1,37 (+0,63)
- KEPLER High Yield Corporate Rentenfonds: -1,16 (-0,18)
- KEPLER Emerging Markets Rentenfonds: -1,37 (+0,49)
- KEPLER Trend Select Aktienfonds: -2,01 (+1,29)
- KEPLER Risk Select Aktienfonds: -1,13 (+4,42)
- KEPLER Mix Ausgewogen: -1,61 (+1,46)
- KEPLER Active World Portfolio: -1,35 (+2,67)
Was könnte kommen - wie positionieren wir uns?
Die Wirtschaftsindikatoren bis Februar ließen die grundlegenden wirtschaftlichen Trends weiterhin stabil erscheinen. Weder wir noch die Märkte gehen aktuell von einer längerfristigen Eskalation aus. Bis auf wenige Entscheidungsträger weiß niemand, wie sich die Dinge weiterentwickeln könnten, und selbst dann bleibt der Ausgang unklar. Uns erreichen in diesen Tagen viele Einladungen zu Einschätzungen und Kommentaren zum weiteren Verlauf des Konflikts. Auch wir könnten hier mögliche Pfade darlegen, wissen jedoch aus Erfahrung, dass es keine verlässliche Prognose gibt.
Was wir zu unserer Positionierung festhalten können:
- Im November 2025 haben wir das Übergewicht in Aktien reduziert und Gewinne gesichert.
- Der stärkere USD wirkt sich in diesen Tagen positiv auf unsere global orientierten Portfolios aus.
- Die Bewertungen im Bereich Künstliche Intelligenz erschienen hoch. Daher sind wir mit einer Übergewichtung von Value-Aktien in das Jahr gestartet,
was sich ebenfalls positiv ausgewirkt hat. - Der Momentum-Indikator wird monatlich beurteilt. Per Ende Februar gab es noch kein Signal, der übergeordnete Trend ist weiterhin intakt (dh. leichtes Aktienübergewicht).
- Staatsanleihen bleiben in unseren Portfolios weiterhin untergewichtet.
Was wir jetzt für besonders wichtig erachten: Ruhe bewahren!
In der Vergangenheit hat sich schon mehrfach gezeigt, dass politische Entwicklungen an den Finanzmärkten oft nur von kurzfristiger Natur sind. Behalten Sie gerade jetzt eine langfristige Anlagestrategie bei. Kurzfristige Verkäufe in Phasen mit hohen Unwägbarkeiten schaden dem langfristigen Ertragsziel meist mehr, als sie nützen. Bleiben Sie daher besonnen und vertrauen Sie auf die langfristige Anlagestrategie mit breiter Streuung der Anlageklassen in den KEPLER-Mischportfolios.
EXKURS: Zinsanstieg - und deswegen Entwicklung wie 2022 möglich?
Aus unserer Sicht sprechen mehrere Gründe dagegen.
Geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise haben in den vergangenen Wochen erneut Sorgen über einen möglichen Inflationsanstieg und daraus resultierende Zinserhöhungen geschürt. Viele Investoren befürchten eine Wiederholung des Jahres 2022, als der Anleihemarkt historische Verluste verzeichnete. Nachstehend eine Zusammenfassung, warum wir diese Sorgen für überzogen halten und ein derartiges Szenario als äußerstes Randrisiko einschätzen.
Was machte 2022 so außergewöhnlich – und wie sieht es aktuell aus?
- -0,5 % EZB-Einlagenzinssatz versus 2 % aktuell
- Aggressiver und schnellster Zinserhöhungszyklus der EZB versus deutlich weniger Zinserhöhungen (so denn überhaupt welche kommen).
- Historischer Inflationsschock versus einem Anstieg der Inflation der deutlich geringer ausfallen sollte (insbesondere, weil der Nachfragstau seitens Privatpersonen nach den Covid-bedingten Lockdowns momentan nicht vorhanden ist).
- -0,17% Rendite bei 10-jährigen deutschen Staatsanleihen versus 2,95 % aktuell
Der entscheidende Unterschied liegt also im Ausgangsniveau. Anfang 2022 starteten Euro-Anleihen bei Renditen nahe oder unter Null – ohne jeglichen Kupon-Puffer gegen Kursverluste. Heute liegen die Renditen auf einem fundamental anderen Niveau. Dieses vergleichsweise hohe Ausgangsniveau wirkt als substantieller Verlustpuffer und verändert das Risiko-Ertrags-Profil grundlegend.
Auswirkungen eines Renditeanstieges um 1 % am Beispiel des KEPLER Euro Plus Rentenfonds:
- Ausgangsrendite 4,6 % à ändert sich die Rendite nicht, entspricht die Ausgangsrendite der erwartbaren Performance!
- STEIGEN die Renditen um 1 %: Kursrückgang rd. 6 % plus Ausgangsrendite 4,6 % ergibt einen Gesamtertrag von -1,4 %
- FALLEN die Renditen um 1 %: Kursanstieg rd. 6 % plus Ausgangsrendite 4,6 % ergibt einen Gesamtertrag von +10,4 %
Fazit:
Die Angst vor einer Wiederholung des Anleihejahres 2022 ist nachvollziehbar, aber bei näherer Betrachtung nicht gerechtfertigt. Die Ausgangslage ist fundamental anders: Leichter Inflationsanstieg Ja, Inflationsschock Nein. Gewisser Zinsauftrieb Ja, Anstieg wie 2022 Nein. Die Renditen starten auf einem völlig anderen Niveau und bieten einen substantiellen Verlustpuffer durch laufende Kuponerträge. Wir sehen die aktuellen Renditen als attraktive Einstiegsgelegenheit. Anleihen bieten derzeit ein überzeugendes Ertrags-Risiko-Verhältnis mit positiven Realrenditen.
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Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung, die von der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. (KEPLER-FONDS KAG), 4020 Linz, Österreich erstellt wurde. Sie wurde nicht in Einklang mit Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Marketingmitteilung stellt weder eine Anlageberatung, eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf noch ein Angebot oder eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Veranlagungen dar. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen. Die KEPLER-FONDS KAG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich. Gleiches gilt für den Inhalt von anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Da jede Anlageentscheidung einer individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers bedarf, ersetzt diese Information nicht die persönliche Beratung und Risikoaufklärung durch den Kundenberater im Rahmen eines Beratungsgesprächs. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Die beschränkte Steuerpflicht in Österreich betreffend Steuerausländer impliziert keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat. Die Wertentwicklung von Fonds wird entsprechend der OeKB-Methode, basierend auf den veröffentlichten Fondspreisen, ermittelt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Zusammensetzung des Fondsvermögens in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ändern kann. Im Rahmen der Anlagestrategie von Investmentfonds kann überwiegend in Investmentfonds, Bankeinlagen und Derivate investiert oder die Nachbildung eines Index angestrebt werden. Fonds können erhöhte Wertschwankungen (Volatilität) aufweisen. In durch die FMA bewilligten Fondsbestimmungen können Emittenten angegeben sein, die zu mehr als 35 % im Fondsvermögen gewichtet sein können. Marktbedingte geringe oder sogar negative Renditen von Geldmarktinstrumenten bzw. Anleihen können den Nettoinventarwert von Investmentfonds negativ beeinflussen bzw. nicht ausreichend sein, um die laufenden Kosten zu decken.
Anleger oder potentielle Anleger finden die Zusammenfassung ihrer Anlegerrechte und der Instrumente zur kollektiven Rechtsdurchsetzung auf Deutsch und Englisch unter https://www.kepler.at/de/startseite/beschwerden.html. Es wird darauf hingewiesen, dass die KEPLER-FONDS KAG den Vertrieb ihrer Fondsanteile im Ausland jederzeit beenden kann.
Die Gegenüberstellung des Portfolios zu einem Vergleichsindex (z.B. Performance, Branchengewichtungen...) dient bei jenen Portfolios, die nicht in Bezug zu einer Benchmark gemanagt werden, rein zu Reportingzwecken. Der Vergleichsindex schränkt das Management in solchen Fällen bei seiner Anlageentscheidung nicht ein (aktives Management).
Der aktuelle Prospekt (für OGAW) sowie das Basisinformationsblatt (BIB) sind in deutscher Sprache bei der KEPLER-FONDS KAG, Europaplatz 1a, 4020 Linz, den Vertriebsstellen sowie unter www.kepler.at. kostenlos erhältlich.
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