Proxy Voting Saison 2025

Bericht von Christoph Stöbich, KEPLER ESG-Team

 

Die Ausübung von Stimmrechten bei Aktionärsversammlungen zählt zu den wirkungsvollsten Instrumenten nachhaltiger Kapitalanlage.
Entsprechend intensiv hat KEPLER auch 2025 seine Proxy-Voting-Aktivitäten ausgebaut.

 

In Zusammenarbeit mit der Research-Agentur ISS STOXX hat KEPLER im vergangenen Jahr bei 157 Abstimmungen für die KEPLER Ethik Fonds sowie den KEPLER Umwelt Aktienfonds teilgenommen. Das entspricht einem Zuwachs von über 30 % im Vergleich zu 2024.

 

Der überwiegende Teil der Hauptversammlungen wurde in den USA abgehalten, gefolgt von Japan und europäischen Ländern. Die zur Abstimmung gestellten Tagesordnungspunkte können sowohl vom Unternehmensmanagement als auch durch Aktionärsanträge eingebracht werden. Die Stimmabgabe erfolgt automatisiert und unter Einhaltung der von der KEPLER-FONDS KAG definierten Vorgaben, die dem Nachhaltigkeitsverständnis des Linzer Fondshauses entsprechen.

 

  • Während der Proxy Voting Saison im Jahr 2025 stammten 6.357 (93 %) aller Agenda-Punkte aus Managementvorschlägen. Dabei ging es vorwiegend um  aufsichtsrechtliche Themen.

  • Demgegenüber wurden 469 Tagesordnungspunkte (7 %) von Aktionären eingebracht, überwiegend zu den Bereichen „Social“ und „Governance“.

 

Einmal mehr stand die Forderung nach einer transparenten Berichterstattung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt. Besonders im Fokus lagen dabei der Einsatz generativer KI sowie die damit verbundene Nutzung von Daten. Weitere häufige Forderungen der Aktionäre bezogen sich auf mehr Transparenz hinsichtlich politischer Einflussnahme und Lobbying Aktivitäten. Zudem wurde verstärkt ein unabhängiges „Board of Directors“ gefordert.

 

Im Bereich „Umwelt“ richteten sich die Aktionärsanträge vermehrt auf eine verbesserte Offenlegung klimabezogener Risiken. Dabei standen insbesondere Berichte zu Klimarisiken in Pensionsplänen sowie detailliertere Informationen zu unternehmensbezogenen Transitionsrisiken und -plänen im Vordergrund. Der Großteil dieser Anträge wurde von KEPLER unterstützt.