Marktpositionierung

KEPLER Asset Allokation im aktuellen Marktumfeld.

Bühne Waage

Die richtige Vermögensaufteilung ist entscheidend für den langfristigen Veranlagungserfolg. KEPLER bietet Anlegern eine aktuelle Markteinschätzung und die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen. Neben makroökonomischen Daten und Bewertungskennzahlen fließen auch marktpsychologische Faktoren ein.

 

Positionierung Anleihen, Aktien und Alternative Investments im Überblick
(Quelle: KEPLER-FONDS KAG, 30.04.2020)

Anlageklassen

 

Positionierung in den einzelnen Anlageklassen (Quelle: KEPLER-FONDS KAG, 30.04.2020)

Positionierung Anlageklassen

Legende: 5 Stufen - stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet
 

 

zur KEPLER Börsenminute
 

 

Geldmarkt - stark übergewichtet:

EUR-Geldmarktsätze stiegen im April weiter leicht an, bleiben aber mit -0,27 % für den 3-Monats-Euribor deutlich negativ. Angesichts der wirtschaftlichen Aussichten werden wir vorsichtiger und erhöhen die Cash-Position.

Staatsanleihen/besicherte Anleihen - stark untergewichtet:

Staatsanleihen der Eurozone beendeten den April mit leichten Kursgewinnen. Italienische Staatsanleihen bildeten dabei trotz der Erholung gegen Monatsende per Saldo die Ausnahme.

Deutlich tiefere Renditen bleiben aber selbst für den Fall neuerlicher Kursrückgänge bei den riskanteren Assetklassen eher unwahrscheinlich. Daher behalten wir die starke Untergewichtung dieses Bereichs bei.

Inflationsgeschütze Anleihen - übergewichtet:

10-jährige Inflationserwartungen für die Eurozone stiegen im April nur minimal an, bleiben mit etwa 0,60 % aber sehr tief. Ein Teil des Rückgangs im ersten Quartal erscheint uns fundamental nachvollziehbar. Wir finden inflationsgeschützte Anleihen zwar weiter attraktiv und bleiben daher übergewichtet, erhöhen aber trotz der niedrigen Erwartungen nicht noch weiter.

Unternehmensanleihen High Grade - neutral:

Risikoadjustiert verzeichneten High Grades die stärkste Wertentwicklung aller Anleihekategorien. Die Renditeaufschläge liegen aber auch jetzt noch weit über dem historischen Schnitt. Zum Großteil spiegeln diese Spreads aber höhere Downgrade- und Default-Risiken wider, wir bleiben daher neutral gewichtet.

Unternehmensanleihen High Yield - neutral:

Noch etwas höhere absolute Kursgewinne gab es bei Unternehmensanleihen im Sub-Investmentgrade-Bereich. Die Gesamteinschätzung ist aber auch hier ähnlich: Die im historischen Vergleich hohen Renditeaufschläge sind angesichts des zu erwartenden Anstiegs der Kreditausfälle nicht so attraktiv wie es auf den ersten Blick scheint. Die neutrale Gewichtung wird beibehalten.

Anleihen Emerging Markets - neutral:

Emerging-Markets-Anleihen haben als einzige der Spread-Kategorien trotz der hohen Verluste im März auch im April keine Gegenbewegung gezeigt. Während sich viele Staaten der ersten Welt relativ problemlos höher verschulden können, gelingt es vielen Ländern dieser Kategorie nicht mehr ohne Weiteres. Die Zeiten extrem günstiger Auslandsverschuldung dürfte für länger vorbei sein, auch einige Umschuldungen stehen bevor. Wir bleiben neutral positioniert.

Aktien Industriestaaten - untergewichtet, neutral (innerhalb der Aktienquote):

Die Ende März gesehene Kurserholung setzte sich im April fort. Dabei entwickelten sich Industriestaaten besser als Emerging Markets, die USA besser als Europa oder Japan und Growth Aktien neuerlich besser als Value.

Das Ausmaß der Erholung deutet darauf hin, dass viele Investoren mit einer
V-förmigen Erholung rechnen und damit, dass der wirtschaftliche Schaden des Lockdowns zwar vorhanden, aber nicht allzu massiv und vor allem nicht von Dauer sein sollte.

Das ist zwar durchaus möglich, aber nicht unser Basisszenario. In entwickelten Volkwirtschaften steuert der Konsum 60 bis 70 Prozent zum BIP bei. Das Konsum-verhalten könnte angesichts der Unsicher-heit am Arbeitsmarkt auf längere Zeit angeknackst bleiben. Wir erwarten, dass zudem irgendwann auch der geringere fiskalische Spielraum durch die immer höheren Staatsverschuldungsquoten und Steuererhöhungen zur Reduktion derselben wachstumshemmend wirken werden.

Insgesamt erscheinen uns Aktien daher nicht neutral oder gar günstig bewertet und wir reduzieren daher die Aktienquote.

Aktien Emerging Markets - untergewichtet, neutral (innerhalb der Aktienquote):

Der MSCI-Emerging-Markets-Index blieb auch in der Erholungsphase im April hinter den entwickelten Märkten zurück.

Dabei leiden viele Länder der meisten aufstrebenden Volkswirtschaften an zwei Problemen: Wegen der hohen Abhängigkeit von Rohstoffexporten trifft der Preisrückgang in diesem Bereich viele Produzenten hart – nicht nur der des Rohöls. Einzelne Länder wie China profitieren sogar vom Preisrückgang.

Vor allem aber können viele Emerging Markets nicht so problemlos die Schuldenquoten in die Höhe treiben, wie dies den meisten Volkswirtschaften der ersten Welt möglich ist, ohne entweder einen Rendite-anstieg oder Währungsabwertungen zu riskieren.

Innerhalb des untergewichteten Aktienteils bleibt dieses Segment daher trotz der lange anhaltenden Underperformance nur neutral gewichtet.

 

 


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