Marktpositionierung

KEPLER Asset Allokation im aktuellen Marktumfeld.

Bühne Waage

Die richtige Vermögensaufteilung ist entscheidend für den langfristigen Veranlagungserfolg. KEPLER bietet Anlegern eine aktuelle Markteinschätzung und die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen. Neben makroökonomischen Daten und Bewertungskennzahlen fließen auch marktpsychologische Faktoren ein.

 

Positionierung Anleihen, Aktien und Alternative Investments im Überblick
(Quelle: KEPLER-FONDS KAG, 31.01.2019)

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Positionierung in den einzelnen Anlageklassen (Quelle: KEPLER-FONDS KAG, 31.01.2019)

Anlageklassen

Legende: 5 Stufen - stark untergewichtet, untergewichtet, neutral, übergewichtet, stark übergewichtet
 

 

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Geldmarkt - übergewichtet:

Am Geldmarkt bewegte sich in den letzten Monaten wenig. Der 3-Monats-Euribor liegt aktuell bei -0,31 %. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei -0,33 %. Nachdem eine Anhebung bei den EZB-Leitzinsen in nächsten Zeit nicht in Sicht ist, wird es auch weiter keine nennenswerten Veränderungen bei den kurzen Zinssätzen geben.
 

Staatsanleihen/besicherte Anleihen - stark untergewichtet:

Staatsanleihen waren im Vorjahr die einzige Assetklasse mit positiver Wertentwicklung. Dies war aufgrund des absolut niedrigen Zinsniveaus zu Beginn 2018 unmöglich zu erwarten. In den letzten Wochen hat sich der Trend rückläufiger Renditen zur Überraschung vieler Marktteilnehmer weiter fortgesetzt. Wir gehen eher von moderat steigenden Renditen aus und bleiben deshalb stark untergewichtet.
 

Inflationsgeschütze Anleihen - übergewichtet:

Geringere wirtschaftliche Dynamik sowie keine sichtbaren preistreibenden Faktoren haben erneut zu rückläufigen Inflations-erwartungen geführt. Dieses Segment ist im Vergleich zu anderen Anleihenkategorien daher zurückgeblieben. Die Absicherung gegenüber einem überraschenden Inflationsanstieg ist dadurch sehr preiswert geworden. Dieses Marktsegments bleibt weiter übergewichtet.
 

Unternehmensanleihen High Grade - neutral:

Auch High-Grade-Unternehmensanleihen haben das neue Jahr mit Kursgewinnen gestartet, wenngleich diese im Vergleich zu Staatsanleihen leicht geringer ausgefallen sind. Nach dem Anstieg der Risikoprämien im Vorjahr auf ein Niveau von rund
150 Basispunkten, sind die Aufschläge historisch betrachtet leicht überdurch-schnittlich. Die neutrale Gewichtung wird beibehalten.
 

Unternehmensanleihen High Yield - neutral:

Die positive Stimmung bei „risky assets“ hat im Jänner auch bei High-Yield-Unternehmensanleihen zu stattlichen Kursgewinnen geführt. Die 2018 stark ausgeweitete Risikoprämie hat sich in den letzten Wochen deutlich reduziert. Das gesamte Umfeld spricht für die Beibehaltung der neutralen Gewichtung.
 

Anleihen Emerging Markets - neutral:

Als Segment mit der schwächsten Wertentwicklung des Vorjahres haben Anleihen aus den Emerging Markets den positiven Trend von Dezember 2018 ins neue Jahr mitgenommen. Auch hier haben sich die Aufschläge zu Staatsanleihen kräftig verringert. Aktuell beträgt die Zinsdifferenz rund 370 Basispunkte. Wir bleiben bei der neutralen Positionierung.
 

Aktien Industriestaaten - neutral:

Nach einem schwachen Jahresausklang schien es, als ob mit Jahresbeginn 2019 viele Marktteilnehmen einen „Reset“-Knopf für Aktieninvestments gedrückt haben. Gleich mit den ersten Handelstagen setzten kräftige Erholungen ein, die an vielen Märkten zum Großteil die Verluste aus dem Dezember ausbügeln konnten. Blickt man auf die Wertentwicklungen nach Ländern und Regionen in den Industriestaaten, so fallen keine allzu großen Streuungen auf. Auf Sektorenebene konnten Energietitel am meisten zulegen, am schwächsten entwickelte sich der Basiskonsum.

Beim Bewertungsvergleich gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede. Relativ teuer ist der US-Markt, Europa erscheint dagegen auf den ersten Blick günstig. Sieht man allerdings auf die Gewinndynamik, haben die USA eindeutig die Nase vorne. In der historischen Betrachtung liegen die aktuellen Bewertungskennzahlen des Gesamtmarktes an den langfristigen Durch-schnittswerten. Die Gefahr, dadurch einen Auslöser für eine kräftige Korrektur zu haben, ist derzeit nicht vorhanden. Auf die Stimmung drücken könnten allerdings die Gewinne. Wahrscheinlich kommt es nach vielen Jahren mit Wachstumsraten im zweistelligen Bereich zu einer Abflachung. Nachdem es aktuell keine besonderen Auffälligkeiten bei Bewertungsvergleichen von Industriestaaten zu Emerging Markets gibt, bleibt die neutrale Gewichtung aufrecht.
 

Aktien Emerging Markets - neutral:

Das Minus bei Aktien aus den Emerging Markets war 2018 rund doppelt so groß wie jenes der Industriestaaten. Verursacht haben das vor allem länderspezifische Probleme (China, Türkei, Russland,…). Bemerkenswert war jedoch, dass sich die Emerging-Markets im Zuge der Schwäche der Industriestaaten (ab Oktober) im relativen Vergleich gut gehalten haben. Sehr oft sind in der Vergangenheit die Verluste bei allgemeinen Marktturbulenzen in diesem Segment überdurchschnittlich hoch ausgefallen.

Wie schon beschrieben gibt es beim relativen Vergleich beider Aktienkategorien keine nennenswerten Signale. Die historische Risikoprämie bei Emerging-Markets-Aktien liegt um den langfristigen Medianwert. Innerhalb des Aktienteiles bleiben wir neutral gewichtet.

 

 


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